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Gemeinde Pettstadt im Landkreis Bamberg  |  E-Mail: gemeinde@pettstadt.de  |  Online: http://www.pettstadt.de

Countdown für erstes Bürgernet im Kreis Bamberg läuft

Artikel aus dem Fränkischen Tag zum BürgerNet Glasfaserausbau:

Bekommt Altendorf ein eigenes Glasfasernetz? Am 15. April ist Stichtag. Auch in Buttenheim und Pettstadt wird weiter geworben.
Bürgernet Vertragsstände
Quelle: infranken.de

Noch wenige Tage, dann hat die Gemeinde Altendorf Gewissheit, ob sie ihr eigenes Glasfasernetz verwirklichen kann. Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) gibt sich entspannt: "Ich bin sehr optimistisch, dass es funktioniert." Seit acht Wochen wurden nun Bürgerversammlungen abgehalten, Informationen verschickt. Ein Großteil der erforderlichen Vorverträge wurde bereits abgeschlossen. Es fehlen 103 Unterschriften (Stand: 12.April, 16 Uhr). "Ich gehe davon aus, dass noch ein großer Ansturm kommt", meint Wagner und stützt sich dabei auf Erfahrungswerte, die von anderen Projekten stammen: Viele Bürger entscheiden sich erst spät.

Doch sollten sie nicht zu lange warten. Denn unterschreiben bis Freitag, 15. April, nicht genug Kunden Verträge, wird es nichts mit dem "BürgerNet" in Altendorf. Das hängt mit der Refinanzierung zusammen: Die Gemeinde erhält später Pachteinnahmen von der Stadtnetz Bamberg GmbH, einer Tochter der Stadtwerke, die das Netz betreiben wird. Dazu werden Verträge von rund 60 Prozent der Haushalte benötigt.

Aus Sicht von Bürgermeister Wagner besteht eine historische Chance: Altendorf könnte mit Buttenheim und Pettstadt die erste Gemeinde im Landkreis Bamberg und darüber hinaus eine der ersten Gemeinden in Bayern werden, die ein eigenes Breitbandnetz baut. Eine Infrastruktur, bei der Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt würde. Später könnten so Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s erreicht werden.


Ein Meilenstein für die Gemeinden

Von einem Meilenstein spricht der Geschäftsleiter der Gemeinde Pettstadt, Roland Hack. "Experten vergleichen es mit dem Kanalbau und dem Bau der Kläranlage in den 70er-Jahren." Auf lange Sicht wäre es ein Weg, der sich spätestens in 30 Jahren für die Gemeinden rechnen soll: "Wir können dadurch weiter in den sozialen Bereich investieren", sagt Michael Karmann (ZWdG/CSU), Bürgermeister von Buttenheim. Sein Kollege aus Altendorf rechnet mit rund 100.000 Euro, die pro Jahr in die Kasse seiner Kommune gespült würden, sobald das Projekt refinanziert ist.

Die Gemeinden kommen dazu den Bürgern entgegen: Wer innerhalb der Frist einen Vertrag abschließt, bekommt auch den Hausanschluss, der sonst zirka 3000 Euro kosten würde, kostenfrei verlegt. Altendorf, Buttenheim und Pettstadt haben zwar gemeinsam mit der Vermarktung des "Bürgernetzes" begonnen. Doch jede Kommune wird später eine eigene Gesellschaft gründen. Wenn Altendorf die Anzahl an Verträgen nicht erreicht, hat das somit keine Auswirkungen auf die Projekte in Buttenheim und Pettstadt.


"Es wäre ein wichtiges Zeichen"

 

Dennoch betont Jan Giersberg, Sprecher der Stadtnetz Bamberg: "Es wäre ein wichtiges Zeichen für die anderen Gemeinden!" Denen bleibt noch etwas Zeit: Die Frist in Buttenheim endet am 25. April, in Pettstadt am 9. Mai. "Wir lehnen uns nicht zurück", sagt Buttenheims Bürgermeister Karmann, der mit seinem Pettstadter Kollegen Jochen Hack (FWG) selbst beim jüngsten Spiel der örtlichen Fußballmannschaften für das Bürgernetz geworben hat.

Und es wird weiter die Werbetrommel gerührt: Am Wochenende vor Fristablauf soll in Buttenheim auch am Samstag, 23. April, das Bürgerbüro geöffnet haben, am Sonntag, 24. April, wird auf dem Georgenmarkt mit einem Stand für das Projekt geworben. Die Zuversicht ist da: "Ich gehe davon aus, dass wir es alle drei schaffen!", bekräftigt Karmann.

Der Countdown läuft.

 

von FT-Redakteur Sebastian Martin

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